Mann im Auto am Steuer
Mehrere Hände zeigen auf Dokumente auf einem Schreibtisch.

Agile Unternehmen brauchen bestmögliche Rahmenbedingungen

18.09.2026

Auf einen Blick

  • Die neue OECD-Analyse bestätigt die hohe Widerstandsfähigkeit und Agilität der Schweizer Wirtschaft.
  • Schweizer Unternehmen passen sich rasch an die veränderte Weltlage an, während die Politik zu wenig entschlossen agiert.
  • Die OECD unterstreicht den Reformbedarf bei Bürokratieabbau, internationaler Offenheit und der langfristigen Sicherung der Sozialwerke.

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Der diesjährige Tag der Wirtschaft ging der Frage nach, wie sich die Schweiz in einer Welt behaupten kann, die von geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten und zunehmender Unsicherheit geprägt ist. Dabei wurde deutlich, dass sich Schweizer Unternehmen durch eine hohe Anpassungsfähigkeit auszeichnen. Das Wachstum der Wirtschaft liegt zwar unter Potenzial, entwickelt sich angesichts der Vielzahl an Krisen aber stabil. Viele Unternehmen konnten ihre Prozesse, Lieferketten und Absatzmärkte sehr rasch an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Gleichzeitig wird langfristige Planung unter diesen Voraussetzungen immer schwieriger. Statt Planungssicherheit prägen Unsicherheit und kurzfristige Anpassungen den Unternehmensalltag. Viele Unternehmen stehen jeden Tag vor der Herausforderung, wettbewerbsfähig zu bleiben, Arbeitsplätze zu erhalten und Wohlstand in der Schweiz zu schaffen.

OECD-Bericht bestätigt diese Einblicke

Die kürzlich publizierte OECD-Analyse zur Wirtschaftspolitik der Schweiz bestätigt diese Einschätzungen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hält fest, dass sich die Schweizer Wirtschaft im internationalen Vergleich bisher als besonders widerstandsfähig erwiesen hat. Mitentscheidend für diese Resilienz sind gemäss der OECD stabile Institutionen, die Offenheit gegenüber Handel und Fachkräften sowie die Fähigkeit der Unternehmen, sich rasch an veränderte Bedingungen anzupassen. Die hohe Agilität der Unternehmen und ihrer Mitarbeitenden erweist sich damit zunehmend als entscheidender Standortvorteil in einer volatilen Welt.

Die Politik muss nun reagieren

Gleichzeitig betont die OECD, dass Handlungsbedarf bei den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen besteht. Um die starke Position der Schweiz langfristig zu sichern, braucht es den Mut der Politik, notwendige Reformen endlich anzupacken.

Im Zentrum stehen ein konsequenter Bürokratieabbau, die Stärkung der internationalen Vernetzung und die langfristige Sicherung der Sozialwerke. Auch die OECD kritisiert die steigenden administrativen Belastungen für Unternehmen und fordert einfachere Verfahren sowie bessere Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovation. Gleichzeitig unterstreicht sie die Bedeutung offener Märkte, stabiler Beziehungen zu wichtigen Handelspartnern und neuer Freihandelsabkommen. Auch bei der Altersvorsorge sieht sie Reformbedarf, um die finanzielle Stabilität der Schweiz langfristig zu sichern.

Die OECD bestätigt damit eine zentrale Erkenntnis des Tags der Wirtschaft: Die Widerstandsfähigkeit der Schweiz basiert auf anpassungsfähigen Unternehmen und starken Rahmenbedingungen. Damit dies auch künftig so bleibt, braucht es den politischen Willen, die grossen Dossiers anzugehen. Bürokratieabbau, internationale Offenheit und nachhaltig finanzierte Sozialwerke dürfen nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden, denn es sind zentrale Voraussetzungen, um Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand langfristig zu stärken. Gleichzeitig gilt es, die politische Stabilität und Verlässlichkeit zu bewahren. Gerade in einer zunehmend unsicheren Welt zählen sie zu den grössten Stärken des Standorts Schweiz.

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