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Chance für Schweizer Wirtschaft: Freihandelsabkommen mit Vietnam in Sicht

02.07.2026

Auf einen Blick

  • Die EFTA-Staaten und Vietnam haben ihre Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen erfolgreich abgeschlossen.
  • Das Abkommen stärkt die wirtschaftlichen Beziehungen mit einer der dynamischsten Volkswirtschaften Asiens und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Unternehmen.
  • economiesuisse wird sich für eine rasche parlamentarische Genehmigung einsetzen, damit die Schweizer Wirtschaft möglichst bald von besseren Marktzugangsbedingungen profitieren kann.

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Die EFTA-Staaten (Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen) haben den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen mit Vietnam bekanntgegeben. Damit endet ein Verhandlungsprozess, der vor über 14 Jahren begann und seit dem 8. September 2025 in Genf nach längerer Pause fortgeführt wurde.

Vietnam als zunehmend wichtiger Partner für die Schweizer Wirtschaft

Vietnam zählt heute zu den dynamischsten Volkswirtschaften Asiens und hat sich zu einem wichtigen regionalen Zentrum für Produktion, Handel und Investitionen entwickelt. Mit durchschnittlichen Wachstumsraten von über sechs Prozent pro Jahr gehört das Land seit Jahren zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit. Gleichzeitig gewinnt Vietnam als Produktionsstandort und als Bestandteil globaler Wertschöpfungsketten laufend an Bedeutung.

Auch für die Schweiz ist Vietnam ein wichtiger Partner. Das bilaterale Handelsvolumen beträgt bereits heute rund 2.5 Milliarden Franken. Damit ist Vietnam der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz innerhalb der ASEAN-Region. Über 100 Schweizer Unternehmen sind vor Ort aktiv und beschäftigen zusammen mehr als 17'000 Mitarbeitende.

Das Land bietet Schweizer Unternehmen attraktive Perspektiven als Absatzmarkt sowie auch als Produktions- und Investitionsstandort. Aktuell belegt die Schweiz Rang 22 unter den ausländischen Direktinvestoren in Vietnam. Das Ausbaupotenzial bleibt erheblich, insbesondere im Infrastrukturbereich und Cleantech-Bereich, und dürfte durch das Freihandelsabkommen weiter steigen.

Freihandelsabkommen schafft gleiche Wettbewerbsbedingungen

Für Schweizer Unternehmen ist das Freihandelsabkommen auch aus kompetitiver Sicht von zentraler Bedeutung. Es beseitigt bestehende Wettbewerbsnachteile gegenüber Konkurrenten aus der Europäischen Union oder dem Vereinigten Königreich – beides Partner, die bereits über eigene Freihandelsabkommen mit Vietnam verfügen.

Das Abkommen wird den bilateralen Handel stärken, Investitionen begünstigen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter vertiefen. Gerade angesichts zunehmender handelspolitischer Spannungen und weltweit protektionistischer Tendenzen sind stabile und verlässliche Rahmenbedingungen für Schweizer Unternehmen wichtiger denn je.

Umfassendes Kapitel zur nachhaltigen Entwicklung

Der engere wirtschaftliche Schulterschluss zwischen den EFTA-Staaten und Vietnam bietet nicht nur wirtschaftliche Chancen. Das Abkommen leistet auch einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigem, ökologischem und sozialem Fortschritt. So verpflichten sich die Vertragsparteien zur Umsetzung internationaler Umwelt- und Arbeitsstandards, darunter die Kernarbeitsnormen der International Labour Organization ILO und das Pariser Klimaabkommen. Gleichzeitig fördert das Abkommen die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern, Fischbeständen und weiteren natürlichen Ressourcen. Ein regelmässiger Dialog stellt sicher, dass diese Verpflichtungen lan/gfristig verfolgt und weiterentwickelt werden.

Nach der Unterzeichnung ist das Parlament gefordert

Als nächster Schritt muss das Abkommen unterzeichnet werden. Anschliessend wird der Bundesrat das Abkommen dem Parlament unterbreiten. economiesuisse wird sich dafür einsetzen, dass die Firmen möglichst rasch von den Vorteilen des Abkommen profitieren können.

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