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Schweizer Innovation braucht verlässliche Beziehungen

17.06.2026

Auf einen Blick

  • Neue Studie des SBFI zeigt: Die Teilnahme der Schweiz an den EU-Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation entfaltet substanzielle Wirkungen.
  • Die Schweiz ist stark positioniert: Internationale Zusammenarbeit treibt Innovation und sichert Wettbewerbsfähigkeit.
  • Bilaterale III sind entscheidend für eine stabile Assoziierung.

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Eine neue Wirkungsstudie des SBFI im Auftrag des Parlaments zeigt: Die Teilnahme der Schweiz an den EU-Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation entfaltet substanzielle Wirkungen für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Analysiert wird insbesondere Horizon 2020, basierend auf einer breiten Befragung von Forschenden und Unternehmen.

Die Schweiz zählt zu den erfolgreichsten Teilnehmern

Während der Laufzeit von Horizon 2020 (2014-2020) erhielten Schweizer Akteure rund 3 Milliarden Franken und beteiligten sich an knapp 5’000 Projekten. Mit einer Erfolgsquote von 17 Prozent gehört die Schweiz zu den erfolgreichsten Teilnehmern. Rund die Hälfte der Beteiligungen entfällt auf Hochschulen, über ein Drittel auf den Privatsektor, mit einem besonders hohen Anteil an KMU.

Horizon spielt eine zentrale Rolle für die Förderung von Forschung und Innovation: Für Forschende ist es nach dem SNF die zweitwichtigste Quelle. Für Unternehmen ist Horizon sogar die wichtigste Finanzierungsquelle für Forschung und Innovation – und damit zentral für ihre Wettbewerbsfähigkeit (vgl. Abbildung 1). Gleichzeitig entfalten EU-Förderungen einen starken Hebeleffekt: Grants wie jene des European Research Council (ERC), der Marie-Sklodowska-Curie-Actions (MSCA) oder des European Innovation Council (EIC) erleichtern den Zugang zu weiteren öffentlichen Mitteln und mobilisieren private Investitionen. Insbesondere für Start-ups wirkt dies als wichtiges Qualitätssignal.

Abbildung 1: Wichtigkeit der Förderquellen für Forschende und Unternehmen

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Quelle: SBFI, KOF-Umfrage (2026)

Innovationskraft durch internationalen Wissens- und Technologietransfer

Der Mehrwert geht jedoch weit über die Finanzierung hinaus. Die Programme ermöglichen Zugang zu internationaler Expertise, Forschungsinfrastrukturen und Netzwerken. Sie fördern die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, erhöhen die Sichtbarkeit Schweizer Akteure und beschleunigen den Transfer von Forschung in marktfähige Anwendungen. Geförderte Projekte steigern ausserdem die internationale Reputation von Forschenden und Unternehmen.

Risikobereitschaft als Erfolgsfaktor für technologische Durchbrüche

Die EU-Programme leisten einen wichtigen Beitrag beim Transfer von Forschung in marktfähige Anwendungen. Sie ermöglichen Vorhaben mit höherem Risiko, die im nationalen Kontext oft nur schwer umzusetzen sind. Gerade diese Offenheit für risikoreichere Projekte schafft Raum für technologische Durchbrüche und erlaubt es Schweizer Akteuren, frühzeitig an europäischen Technologie- und Standardisierungsprozessen teilzuhaben.

Gleichzeitig kann ein zunehmend komplexes regulatorisches Umfeld risikoreiche Innovationen bremsen und Anreize hin zu inkrementellen statt radikalen Verbesserungen verschieben. Umso wichtiger sind verlässliche und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, um die Innovationskraft der Schweiz langfristig zu sichern.

Horizon Europe als strategischer Pfeiler der Schweizer Innovationskraft

Die Studie zeigt schliesslich, dass die positiven Effekte der EU-Forschungsprogramme nur bei kontinuierlicher Teilnahme voll zur Geltung kommen. Unterbrüche schwächen Vernetzung, Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Aus Sicht der Wirtschaft ist die Schlussfolgerung daher klar: Horizon Europe ist ein zentraler Pfeiler der Schweizer Innovationskraft. Eine stabile Assoziierung setzt verlässliche Beziehungen zur EU voraus. Die Bilateralen III sind dafür entscheidend. Nur so kann die Schweiz ihre führende Position langfristig sichern.

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